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Barack Obama :::±::: Henning Brandis’ Antizipation



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Henning Brandis: »Yes. We. Can!«. Objekt. Papierstreifen, Zeitungsausschnitt, Tesafilm und Bleistiftschrift auf
weiß beschichteter Hartfaserplatte. Größe 294 x 157 x 19 mm. Signiert mit Widmung »Für Abèl 17 Jul 200
7«.





JOSEPH BEUYS wieder in Berlin


20 Jahre nach der letzten umfangreichen Ausstellung in Deutschland, zu einem Zeitpunkt an dem die Sinnkrise der zeitgenössischen Kunst eine immer größere Resonanz erlangt zeigt der Hamburger Bahnhof eine umfassende Analyse Beuys’ programmatischer Behauptung »Die Revolution sind wir«. Die Ausstellung untersucht mit rund 270 Werken in 15 Kapiteln, aufgeteilt auf ca. 5.000qm Ausstellungsfläche die utopische Dimension des Gesamtwerks von Joseph Beuys. Im Zentrum steht die seinem Erweiterten Kunstbegriff zugrunde liegende Vorstellung, einer Revolution aller gesellschaftlichen Verhältnisse.

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KONZEPT [DER AUSSTELLUNG]

In jüngster Zeit ist international besonders in der jüngeren Generation von Künstlern und Kunsthistorikern, ein auffallend großes Interesse an dem Werk und der Gestalt von Joseph Beuys zu verzeichnen. Auch verschiedene Themen- und Dialogausstellungen wie zum Beispiel »all in the present must be transformed«. Matthew Barney and Joseph Beuys im Deutsche Guggenheim Berlin/New York oder Mythos. Joseph Beuys, Matthew Barney, Douglas Gordon, Cy Twombly im Kunsthaus Bregenz haben in der letzten Zeit versucht, Beuys mit der Gegenwart zu konfrontieren.

Die Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof nimmt diese anwachsende Hinwendung zum Anlass, einem der größten deutschen Künstler der Nachkriegszeit erstmals eine umfassende Ausstellung zu widmen. Die Ausstellung »BEUYS. Die Revolution sind wir« wird vom 3. Oktober 2008 bis 25. Januar 2009 im Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart – Berlin gezeigt und stellt einen Höhepunkt der in mehreren Häusern der Staatlichen Museen zu Berlin stattfindenden Ausstellungsfolge zum Kult des Künstlers dar.

Das im 20. Jahrhundert einmalige Phänomen einer von der Kunst her gedachten Umgestaltung aller gesellschaftlichen Verhältnisse wird in der Ausstellung nach seinen historischen, philosophischen, theologischen, politischen, wissenschaftlichen und künstlerischen Wurzeln befragt. Erstmals wird der gesamte Kontext anhand von Dokumenten, Schriften, Filmen und Fotografien erläutert. Die Ausstellung verteilt sich über einer Fläche von rund 5.000qm im Hauptgebäude des Hamburger Bahnhofs. Sie stellt eine einzigartige Gelegenheit dar, die kapitalen Beuys-Werke der Sammlung Marx sowie die Fülle der audiovisuellen Materialien aus dem Bestand des Joseph Beuys-Medien-Archivs in vitaler, dialogischer Gegenüberstellung mit selten geliehenen Werken aus ganz Europa zu zeigen.

Über die wichtige Fortsetzung der internationalen Auseinandersetzung mit dem künstlerischen Erbe eines der einflussreichsten und kontroversesten Künstlers des 20. Jahrhunderts hinaus, schafft die Retrospektive BEUYS. Die Revolution sind wir ein lebendiges, energiegeladenes Umfeld, in dem Museumsbesucher die Möglichkeit haben, das Universum Beuys zu untersuchen und unmittelbar zu erfahren. Hier wird keine Hagiographie erzählt: Weder monumental, noch sakral in ihrem Ansatz, setzt die geplante Präsentation vielmehr auf das offene Werk und vor allem auf Beuys selbst: als Künstler, als Denker, als Mensch. Denn die ikonische Bedeutung von Beuys beruht ebenso sehr auf das, was der Künstler verkörperte, auf das, was er war und ist, was er sagte und tat, als auf die Objekte, die er geschaffen hat.

20 Jahre nach der letzten umfassenden Ausstellung in Deutschland, der große Ausstellungen in Zürich, Paris und London gefolgt sind, zu einem Zeitpunkt an dem die Sinnkrise der zeitgenössischen Kunst eine immer größere Resonanz erlangt, erscheint eine umfassende Analyse Beuys’ programmatischer Behauptung »Die Revolution sind wir« vor dem Hintergrund seines künstlerischen, sozialen, philosophischen, politischen, ökologischen Engagements zeitgemäß, brisant, wenn nicht geradezu wegweisend.

Die Ausstellung zeigt in 16 Kapiteln alle diese für einen Künstler ungewöhnlichen Arbeitsgebiete, seine Auseinandersetzung mit den Begriffen Arbeit, Denken, Plastik, Demokratie, Pädagogik, Wirtschaft, Geld, Recht, Christentum. Darüber hinaus werden alle Formen seiner reichen Kunstproduktion von der Zeichnung, Skulptur, Objekt, Environment, Film bis zur Spracharbeit ausgebreitet, die sich immer wieder auf seine Grundgedanken einer revolutionären Veränderung der Gesellschaft beziehen. Noch einmal kehrt der einst so bekannte und in den Medien dauernd präsente Mann mit dem Hut, mit seiner signifikanten Kleidung, aber auch einprägsamen Sprache, mit seinen enigmatischen Aktionen in den Raum zurück. Seine populären, dennoch spektakulären Großprojekte, wie die »Honigpumpe am Arbeitsplatz« das Pflanzen von 7.000 Eichen als ein sozial-ökologisches Kunstwerk werden vorgestellt. Der Mitbegründer der Partei Die Grünen und Freund von Andy Warhol, Heinrich Böll, Rudi Dutschke, Marcel Broodthaers und vielen anderen Zeitgenossen, der große Reformer Joseph Beuys wird nach dem Wert seiner Ideen für unsere heutige Gesellschaft befragt. In zahlreichen Filmdokumenten spricht er selbst zum Publikum oder tritt stumm als Aktionist auf, in Hunderten Zeichnungen ist seine Beziehung zu allen Dingen des Lebens ausgebreitet. Das Publikum sieht sich nicht nur einem universalistischen Werk gegenüber, sondern einem Kosmos, der tief in der Geistesgeschichte Europas verankert ist. (Quelle: Hamburger Bahnhof · Museum für Gegenwart · Berlin).



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Nobelpreisträger Alexander Solschenizyn gestorben


Der russische Literaturnobelpreisträger Alexander Solschenizyn ist am Montag im Alter von 89 Jahren in Moskau gestorben. Er starb nach Angaben der russischen Agentur Interfax an den Folgen eines Hirnschlags.

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Der russische Präsident Dmitri Medwedew sprach der Familie des weltweit geschätzten Autors sein Beileid aus. Der Schriftsteller und Historiker hatte sich seit Monaten nicht mehr in der Öffentlichkeit sehen lassen. Er starb den unbestätigten Angaben zufolge an den Folgen eines Hirnschlags. Der Nobelpreisträger von 1970 galt seit Monaten als geschwächt.

Als Solschenizyns Hauptwerk gilt der »Archipel Gulag«, in dem er mit Tausenden von Beispielen den stalinistischen Terror in der Sowjetunion darstellt. Den Terror hatte Solschenizyn in neun Jahren Straflager und Verbannung selbst zu spüren bekommen und bereits 1962 in seinem ersten Werk »Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch« geschildert. Als ihm 1970 der Nobelpreis verliehen wurde, verweigerte ihm das Sowjet-Regime aber die Ausreise zur Preisübergabe. Nach der Veröffentlichung des »Archipel Gulag« wurde Solschenizyn verhaftet und ausgewiesen. Zunächst nahm ihn Heinrich Böll in Köln auf.

Solschenizyn siedelte schließlich in die USA über und kehrte 1994 nach Russland zurück. Dort kritisierte er fehlgeleitete Reformen und den Mangel an Demokratie unter dem damaligen Präsidenten Boris Jelzin. Als Mahner für ein Russland auf der Grundlage von Gemeinsinn und orthodoxem Glauben fand Solschenizyn aber immer weniger Gehör. Wiederholt forderte Solschenizyn, Russland dürfe die westliche Demokratie »nicht ohne Verstand nachäffen«, sondern müsse sich mehr um das »moralische Wohlergehen« des eigenen Volkes kümmern.

Bei der Verleihung des Staatspreises, der höchsten Auszeichnung Russlands, im Juni 2007 war der frühere Regimekritiker schwer vom Alter gezeichnet. Seine Dankesrede ließ er im Kreml über eine Videobotschaft einspielen. Später zeigte das Staatsfernsehen, wie der damalige Präsident Wladimir Putin den im Rollstuhl sitzenden Solschenizyn in seinem Haus und Arbeitszimmer besuchte. Zu Sowjetzeiten hatte der Schriftsteller eine Ehrung durch das System stets abgelehnt – auch den Staatspreis.

Als er die Auszeichnung für humanitäre Verdienste annahm, beschwor der Autor im vergangenen Jahr die geistige Einheit seines Landes. Nur so seien die bitteren Erfahrungen vergangener Jahre zu überwinden und neue unheilvolle Schicksalsschläge abzuwenden. Weil der Autor selbst sichtlich geschwächt war, nahm seine Frau Natalja die mit fünf Millionen Rubel dotierte (144000 Euro) Auszeichnung von Putin entgegen. »Bis an mein Lebensende hoffe ich, dass meine historischen Arbeiten ins Bewusstsein und in die Erinnerung der Menschen übergehen«, sagte Solschenizyn im Sommer 2006.

»Die Auszeichnung gibt Hoffnung, dass unser Land die Lehren aus seiner Selbstzerstörung im 20. Jahrhundert gezogen hat und diese Geschichte sich nicht wiederholt«, sagte Solschenizyns Frau anlässlich der Übergabe. Über die Politik Putins, der inzwischen Regierungschef ist, und das Erstarken der russisch-orthodoxen Kirche in seinem Land hatte sich der konservative Historiker Solschenizyn in den vergangenen Jahren immer wieder positiv geäußert. Er unterstützte auch die umstrittene Tschetschenienpolitik seines Landes.

In der Einspielung am russischen Nationalfeiertag war der hagere Schriftsteller in einem grauen Anzug und weißem Hemd mit Krawatte zu sehen, im Hintergrund ein großes Bücherregal.

Solschenizyn ist seit seinen letzten Schriften zur Geschichte des Judentums in Russland und der früheren Sowjetunion umstritten, weil er russischen Juden auf Grundlage dürftiger Quellen eine Mitschuld an der kommunistischen Diktatur gegeben hatte. Stalin selbst hatte bei »Säuberungsaktionen« in den 1930er Jahren viele Juden töten lassen. Auch während seines Exils in den USA hatten Kritiker Solschenizyn eine antisemitische Haltung vorgeworfen.

Der Präsident der Akademie der Wissenschaften Russlands, Juri Ossipow, hatte Solschenizyn jedoch im vergangenen Jahr als einen der »größten Historiker und Philologen« des 20. Jahrhunderts gewürdigt. Besonders verdienstvoll sei Solschenizyns Bibliothek über die Exil- Russen. Die Stiftung »Russisches Ausland« in Moskau beherbergt in ihrem Gebäude mehr als 50.000 Bände über die Emigration von Russen seit 1917. In seiner Heimat entsteht im Moskauer Verlag Wremja bis 2010 die erste Gesamtausgabe seiner Werke in 30 Bände.