Mythologie



Babylon. Mythos und Wahrheit – Ausstellung


37_BabylonKeinGott_W 38_BabylonKeinKnig_W 39_BabylonKeinTurm_W 40_BabylonKeineHure_W


Eine Ausstellung der Staatlichen Museen zu Berlin, des Musée du Louvre und der Réunion des musées nationaux, Paris und des British Museum, London.

Babylon – Mythos und Wahrheit. Lebhafte Assoziationen, wie sie keine andere Stadt in unseren Köpfen hervorruft. Mit dieser großen Ausstellung im Pergamonmuseum zeigen die Staatlichen Museen zu Berlin den Mythos Babel und die Wahrheit um das antike Babylon. Zwei Welten, eine Ausstellung.

Das erste Kapitel der Ausstellung (= Wahrheit) legt die Wurzeln unserer abendländischen Kultur durch den Blick auf die archäologischen Relikte frei und zeigt, was hinter den Legenden steckt. Im Zentrum dieses Kapitels stehen das Ischtar-Tor und die Prozessionsstraße von Babylon. Über 800 Objekte, darunter Statuen, Reliefs, Weihgaben, Architekturteile und Schriftzeugnisse, werden gezeigt.

Das zweite Kapitel der Ausstellung (= Mythos) betrachtet Babylon als Metapher für die dunklen Seiten der Zivilisation - Unfreiheit und Unterdrückung, Terror und Gewalt, Hybris und Wahn. In der europäischen Kunst und Kultur ist der Mythos Babel verknüpft mit den Urängsten der Menschheit. Hier erleben die Besucher die mythische Geschichte vom Aufstieg und Fall Babylons als Stadt der Sünde und der Tyrannei, als Schauplatz der Sprachverwirrung und als Metropole der ewigen Apokalypse. Hier begeben sich die Besucher auf eine Expedition zu den geheimnisvollen Quellen dieser Vorstellungen, deren Entstehung und Tradierung über die Jahrhunderte bis heute. Erzählt wird nicht die historische Wahrheit über Babylon, sondern die Wahrheit über eine Zivilisation, die den Mythos Babel braucht, um sich selbst zu verstehen.

Mit dieser Ausstellung werden erstmals die babylonischen Schätze aus den Universalmuseen der Welt in einer Ausstellung gemeinsam präsentiert. So gelingt es, die dreitausendjährige Geschichte Babyloniens auf einzigartige und umfassende Weise zu veranschaulichen.



Mythos

Babylon dient seit Jahrtausenden als Metapher für die dunklen Seiten der Zivilisation. Unfreiheit und Unterdrückung, Terror und Gewalt, Hybris und Wahn – in der europäischen Kunst und Kultur ist der Mythos Babylon verknüpft mit den Urängsten der Menschheit.

In diesem Teil der Ausstellung erleben die Besucher die mythische Geschichte vom Aufstieg und Fall Babylons als Stadt der Sünde und der Tyrannei, als Schauplatz der Sprachverwirrung und als Metropole der ewigen Apokalypse. Sie werden auf eine Expedition geschickt zu den geheimnisvollen Quellen dieses Bildes, seiner Entstehung und Tradierung über die Jahrhunderte bis heute. Hier wird nicht die historische Wahrheit über Babylon erzählt, sondern die Wahrheit über eine Zivilisation, die den Mythos Babylon braucht, um sich selbst zu verstehen.

Wahrheit

Das Pergamonmuseum präsentiert sich völlig neu: Für die Dauer der Ausstellung wird es zum Babylon-Museum.

Das berühmte Ischtar-Tor und die Prozessionsstraße zu Babylon werden neu inszeniert. Über 800 Objekte, darunter Statuen, Reliefs, Weihgaben, Architekturteile und Schriftzeugnisse, werden ausgestellt. So können zum ersten Mal die babylonischen Schätze aus den Universalmuseen der Welt in einer Ausstellung bewundert werden. Es gilt, die dreitausendjährige Geschichte Babyloniens zu veranschaulichen. Das Wort »Babylon« steht metaphorisch für das Kulturerbe des orientalischen Altertums in Europa. Nicht allein die eine Stadt, sondern das Zweistromland als Fokus der Geschichte und als Wiege der Zivilisation steht im Mittelpunkt der Ausstellung. Archäologische Objekte, die zum Bestand der wichtigsten Museen in Europa und den USA gehören, verdeutlichen, anhand welcher Zeugnisse sich heute ein wissenschaftlich verbürgtes Bild vom babylonischen Altertum gewinnen lässt und welche Aussagen wir gesichert treffen können. Dabei entsteht eine faszinierende kulturgeschichtliche Rückschau bis in das 3. Jahrtausend v. Chr., eine Rückschau auf das Leben in einer Region, die für unsere eigene europäische Entwicklung von immenser Bedeutung war.


26. Juni – 05. Oktober 2008 / Pergamonmuseum
Homepage zur Ausstellung


Text- und Bildmaterial: Staatliche Museen zu Berlin