Musiktheater



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Mauricio Kagel gestorben


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Der deutsch-argentinische Komponist Mauricio Kagel ist im Alter von 76 Jahren in Köln gestorben. Das teilte der C.F. Peters Musikverlag in Frankfurt mit. Kagel war bereits seit längerem krank. Kagel galt als einer der bedeutendsten zeitgenössischen und zugleich produktivsten Komponisten, der mit vielfältigen Ausdrucksformen experimentiert hat. International war er als Dirigent und Performancekünstler sowie als Film- und Hörspielautor bekannt.

Kagel wurde 1931 in Buenos Aires geboren und wuchs in Südamerika auf. Bereits Mitte der 50er Jahre machte sich Kagel als hoch begabter Komponist in seiner Heimat einen Namen. In seinem Frühwerk beschäftigte er sich insbesondere mit der Musik des österreichischen Komponisten Arnold Schönberg. 1955 wurde er Studienleiter an der Kammeroper und Dirigent am Teatro Colón in Buenos Aires.

1957 kam Kagel als Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes nach Köln, das damals als Hochburg der Musikavantgarde galt. Er arbeitete an den Studios für elektronische Musik des Westdeutschen Rundfunks Köln und leitete bis 1961 das Rheinische Kammerorchester. 1975 erhielt er eine Professur für Neues Musiktheater an der Kölner Musikhochschule.

Kagels Name ist nach Angaben des Verlages vor allem mit dem Musiktheater verbunden, auf das er einen tiefgreifenden Einfluss gehabt habe. Er schuf nicht nur Bühnen-, Orchester- und Kammermusikwerke, sondern auch Filme, Hörspiele und Essays. Die Arbeit Kagels wurde mit zahlreichen Preisen gewürdigt. Er erhielt unter anderem den Erasmus-Preis (1998), den Ernst von Siemens Musikpreis 2000 und den Großen Rheinischen Kunstpreis (2002).


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Eigens für Mauricio Kagels Film »Ludwig van« schuf Joseph Beuys im Oktober 1969 die dreiteilige Arbeit »Beethovens Küche«.



Website Eileen Farrell

Für und über die Jahrhundertsängerin EILEEN FARRELL (1920–2002) wurde von der KUNSTKANZLEI mit der Einrichtung einer eigenen Website begonnen –: www.eileenfarrell.com





Klaus Michael Grüber gestorben


Klaus Michael Grüber gehörte zu den wenigen Regisseuren des deutschsprachigen Theaters, die auch international große Beachtung fanden. In der Nacht zum Montag starb er mit 67 Jahren in Frankreich.


© Ruth Walz
BERLIN/WIEN – Der Theaterregisseur Klaus Michael Grüber ist tot. Er starb in der Nacht zum Montag auf der bretonischen Insel Belle-Ile-en-Mer im Westen Frankreichs im Alter von 67 Jahren, teilte der Musikchef der Salzburger Festspiele, Markus Hinterhäuser, am Montag mit. Grüber gehörte zu den bedeutendsten Theater- und Opernregisseuren an europäischen Bühnen.

Grüber war einer der wenigen unter den deutsch-sprachigen Regisseuren der 70er und 80er Jahre, die auch internationale Beachtung fanden. Erst in der vergangenen Woche hatten die Salzburger Festspiele mitgeteilt, dass Grüber die Regiearbeit an
Salvatore Sciarrinos Oper »Luci Mie Traditrici« in der Salzburger Kollegienkirche ab-brechen musste.

Unvergessliche Inszenierungen

Sein Name ist untrennbar mit der Berliner Schaubühne und Peter Stein verbunden. Stein arbeitete eng mit Grüber zusammen und verehrte ihn sehr. Theatergeschichte haben Grübers unvergessliche Inszenierungen geschrieben: vor allem die »Bakchen« nach Euripides 1974 in der Schaubühne und die »Winterreise« nach Hölderlins »Hyperion« 1977 im Berliner Olympiastadion - sie erlangte in der Theaterwelt Kultstatus. Aufsehen erregte auch zu Goethes 150. Todestag am 22. März 1982 seine radikal gekürzte »Faust«-Inszenierung an der Freien Volksbühne von Kurt Hübner in Berlin mit Bernhard Minetti in der Titelrolle und Peter Fitz als Mephistopheles.

Der am 4. Juni 1941 im badischen Neckarelz geborene Grüber studierte an der Schauspielschule in Stuttgart und assistierte später mehrere Jahre bei Giorgio Strehler und Paolo Grassi in Mailand. 1969 holte ihn Kurt Hübner nach Bremen, wo Grüber schon in jungen Jahren unter anderem mit Shakespeares »Sturm« ein Stück Theatergeschichte mitschrieb.


Siehe auch die Artikel von Gerhard Stadelmaier @ FAZ NET | Peter Iden @ Frankfurter Rundschau | Klaus Dermutz @ süddeutsche.de | Peter Kümmel @ DIE ZEIT